Begleiteter Umgang

Begleiteter Umgang: Nähe in liebevoller Atmosphäre und Kinderschutz
Hand in Hand für das Wohl der Kinder

Bei den LebensSpuren ist die Arbeit mit der Herkunftsfamilie ein zentrales Merkmal innerhalb der Hilfen zur Erziehung. Auch die begleiteten Umgänge zeichnen sich durch eine individuell auf jede Familie abgestimmte Herangehensweise aus.
Dabei steht das Kindeswohl kompromisslos im Mittelpunkt unserer Arbeit: Mit Wertschätzung für alle Beteiligten und klaren Strukturen schaffen wir einen Rahmen, in dem die Bedürfnisse und der Schutz der Kinder oberste Priorität haben.

Darin spiegelt sich unsere Haltung wider: Wir schaffen Raum für sichere, kindgerechte und wertschätzende Begegnungen, in denen Kinder, Jugendliche und ihre Familien auch in herausfordernden Situationen Vertrauen und Bindung neu erleben können.

In unseren liebevoll gestalteten Räumlichkeiten am Firmensitz Wiesbaden, aber auch an anderen Begegnungsstätten, unterstützen unsere Fachkräfte einfühlsam und mit Expertise die Anbahnung, Wiederherstellung und Fortführung wichtiger Beziehungen.

Begleiteter Umgang

Sie ermutigen und begleiten dabei Eltern, Geschwister und andere Bezugspersonen. Sie reflektieren gemeinsam die Kontakte, suchen nicht Defizite, sondern das Potential für positive Entwicklung, damit Umgänge perspektivisch für den jungen Menschen nachhaltig positiv wahrgenommen werden können; sofern möglich und kindeswohldienlich!

Die Kommunikation zwischen den Teilnehmenden wird unterstützt. Gleichzeitig wird konsequent im Sinne des Kinderschutzes gehandelt: Im Ernstfall werden alle notwendigen Schutzmaßnahmen ergriffen. Das Wohl und die Sicherheit der Kinder stehen stets an erster Stelle. Denn Umgänge sollen stärken und Möglichkeiten schaffen, wieder positive Wege miteinander zu gehen und förderliche Veränderungen möglich zu machen

1 Jahr LebensSpuren

Ein Jahr LebensSpuren GmbH

Wir feiern das 1. Jahr der LebensSpuren GmbH

Am 21. Juni 2024 hat die LebensSpuren GmbH ihre Arbeit als freier Träger der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe aufgenommen – mit dem Anspruch, jungen Menschen und Ihren Familien in herausfordernden Lebenssituationen eine engagierte Unterstützung und einfühlsame Begleitung anzubieten.
Unser Fokus liegt dabei auf innovativen Ansätzen, die darauf abzielen, eine stabile Basis zu schaffen und die individuellen Stärken jedes Einzelnen zu fördern.

Heute, ein Jahr später, blicken wir mit Dankbarkeit auf die Anfänge zurück.

Kurzer Rückblick auf unser erstes Jahr:

  • Wir konnten und können 32 Kinder, Jugendliche und Familien mit unseren  unterschiedlichen pädagogischen Angeboten begleiten, unterstützen und fördern.
  • Es konnten 18 pädagogische Angebote sowohl im stationären als auch im ambulanten Bereich eröffnet werden.
  • Unsere Angebote haben sich in diesem Jahr etabliert, weiterentwickelt und es wird in den Angeboten mit einer hohen fachlichen wie persönlichen Haltung agiert.
  • In der Zusammenarbeit mit Jugendämtern, Schulen, anderen Trägern und Fachstellen entstanden tragfähige Netzwerke, die es uns ermöglichen, flexibel und  passgenau die jungen Menschen und deren Familien zu unterstützen.
  • Besonders wertvoll war der regelmäßige Fachaustausch sei es in Hilfeplangesprächen, Arbeitskreisen oder Fortbildungen. Hier konnten wir wertvolle Impulse und  Anregungen von Fachkolleg*innen für den weiteren Aufbau unseres Trägers gewinnen.
  • Schon im ersten Jahr führte das starke Wachstum unseres Trägers zu einem Umzug in größere Büroräume in Wiesbaden.

Was uns in der täglichen Arbeit leitet, ist die Überzeugung, dass tragfähige Beziehungen, Partizipation und professionelle Verlässlichkeit zentrale Wirkfaktoren erfolgreicher Hilfen sind. Fachlichkeit bedeutet für uns, nicht nur Methoden anzuwenden, sondern auch Haltungen zu leben – transparent, zugewandt, reflektiert und auf die individuellen Ressourcen des Einzelnen aufbauend.

Wir bedanken uns herzlich bei allen Fachkolleg*innen, Kooperationspartner*innen und Institutionen, die uns in diesem Gründungsjahr begleitet, unterstützt und inspiriert haben. Ihre Expertise, Ihr Vertrauen und Ihre Offenheit haben wesentlich dazu beigetragen, dass wir unsere Arbeit so gestalten konnten, wie wir es tun.

Mit diesem ersten Jahr endet der Aufbau – und nun beginnt das Weiterentwickeln. Wir freuen uns auf den weiteren fachlichen Dialog, gemeinsame Projekte und auf viele weitere Schritte im Sinne der jungen Menschen, für die wir arbeiten.

Ihr Team der
LebensSpuren GmbH

Kooperation BBS

Kooperation zwischen der Sophie-Scholl-Schule Mainz
und der LebensSpuren GmbH gestartet

Am 15. Mai fiel der Startschuss für eine vielversprechende Kooperation zwischen der Fachschule für Sozialwesen (BBS) an der Sophie-Scholl-Schule Mainz und der LebensSpuren GmbH. Ziel dieser Zusammenarbeit ist es, Theorie und Praxis im Bereich der Hilfen zur Erziehung enger miteinander zu verknüpfen und den angehenden Fachkräften wertvolle Einblicke in die Berufswelt zu ermöglichen.

Praxisnahe Einblicke für angehende Fachkräfte

Im Rahmen des Wahlpflichtmoduls „Hilfen zur Erziehung“ hatten die Schüler*innen der berufsbegleitenden FSS-Klasse die Gelegenheit, ihre reflektierten Fragen rund um die Hilfeprozesse – insbesondere zu familienanalogen Angeboten – einzubringen.
Die angehenden Fachkräfte erhielten dabei aus erster Hand Einblicke in langjährige Praxiserfahrungen. Anhand konkreter, anonymisierter Hilfeverläufe wurde die Komplexität und der praktische Ablauf verschiedener Jugendhilfemaßnahmen anschaulich vermittelt. Ein besonderer Fokus lag auf den Herausforderungen und Lösungsansätzen im Alltag der Jugendhilfe. Im fachlichen Austausch wurde deutlich, wie wichtig es ist, flexibel auf individuelle Situationen zu reagieren und bestehende Bindungen zu stärken. Ein Abbruch einer Maßnahme muss nicht das letzte Mittel sein – vielmehr können durch kreative und flexible Lösungsansätze tragfähige Beziehungen und Hilfekonzepte erhalten bleiben.

Arbeitgeberhaltung und Führungsmodelle im Fokus

Ein weiterer Themenschwerpunkt lag auf der Arbeitgeberhaltung und verschiedenen Führungsmodellen. Die Schüler*innen stellten reflektierte Fragen zu Mitarbeiterfürsorge, Anleitung und Leadership. In der Diskussion wurden unterschiedliche Modelle vorgestellt und gemeinsam erörtert, wie ein wertschätzendes und unterstützendes Arbeitsumfeld geschaffen werden kann – ein zentraler Aspekt für die spätere Berufsausübung. Die Veranstaltung war geprägt von einer offenen und lebendigen Diskussion, in der sowohl fachliche als auch persönliche Fragen ihren Platz fanden. Solche Begegnungen fördern nicht nur die Netzwerkarbeit, sondern auch das gegenseitige Verständnis für die vielfältigen Herausforderungen im Berufsfeld – sowohl aus Sicht der Arbeitnehmer*innen als auch der Arbeitgeber.

Mit dem Besuch der LebensSpuren GmbH an der BBS wurde der Grundstein für eine nachhaltige und zukunftsorientierte Kooperation gelegt. Beide Seiten wünschen sich eine Fortsetzung und Vertiefung des Dialogs zwischen Schule und Praxis. Ein solcher Austausch ist unerlässlich, um gemeinsam die Qualität in der Ausbildung sowie in der praktischen Arbeit stetig weiterzuentwickeln.

Die LebensSpuren GmbH freut sich auf die nächsten gemeinsamen Schritte und darauf, gemeinsam mit der Sophie-Scholl-Schule die Zukunft der sozialen Arbeit aktiv mitzugestalten.

Jahrestagung

Haltung statt Methode – wertschätzende konfrontative Pädagogik

Jahrestagung der LebensSpuren GmbH 

Inspirierende Begegnungen, lebendige Diskussionen und ein Hauch von Genuss – so lässt sich die diesjährige pädagogische Jahrestagung der LebensSpuren zum Thema „Wertschätzende konfrontative Pädagogik“ zusammenfassen.
Nico Germscheid, den die LebensSpuren für ihre Veranstaltung gewinnen konnte, führte als renommierter Referent durch den Tag. Er verstand es mit seinem reichhaltigen Erfahrungsschatz, Theorie und Praxis auf professionelle Weise zu verbinden und die Teilnehmer*innen mit seiner Expertise und Leidenschaft für das Thema zu begeistern.

Wertschätzende konfrontative Pädagogik – Haltung statt Methode

Im Zentrum der Tagung stand die Überzeugung, dass wertschätzende Konfrontation weit mehr ist als eine Methode, vielmehr als Haltung, die im pädagogischen Alltag gelebt werden will, zu verstehen sein sollte, um nachhaltig wirksam zu sein. Es geht darum, den jungen Menschen sinnbildlich „Stirn an Stirn“ zu begegnen – ehrlich, klar und respektvoll (!) zu vermitteln: „Ich sehe Dich!“
Mit dieser Botschaft hinter der direkten und stets wertschätzenden Konfrontation entsteht Vertrauen, wird Eigenverantwortung gefördert und echte Entwicklung ermöglicht. Deutlich abgegrenzt vom sogenannten „heißen Stuhl“, der mit dem Begriff der konfrontativen Pädagogik in Verbindung gebracht wird.
Nico Germscheid (germscheid-concept.de) vermittelte die Theorie der wertschätzenden konfrontativen Pädagogik sehr authentisch und praxisnah.
Theoretische Ansätze wie die von Prof. Jens Weidner und Frank Farrelly wurden für die Teilnehmenden anhand vieler Beispiele und Übungen lebendig. Seine langjährige Praxiserfahrung wurde dabei mehr als deutlich. Er plädiert für den Einsatz in den unterschiedlichsten pädagogischen Kontexten.  Nachhaltige Wirkung entsteht, weil sie nicht nur im Moment wirkt, sondern weil Beziehungen und Kommunikationskultur dauerhaft positiv beeinflusst werden. Das macht Mut, ehrlich zu sein, Verantwortung
zu übernehmen und gemeinsam zu wachsen.
Ob in lebhaften Diskussionen, praktischen Übungen oder durch anschauliche Beispiele – immer wieder gab es Momente, in denen neue Sichtweisen auf die eigene pädagogische Haltung entstanden. Diese Impulse werden sicher noch lange nachwirken und den Alltag in den familienanalogen Angeboten bereichern.

Das stilvolle Ambiente des Weinguts Vogt Fehlinger bot den perfekten Rahmen für die Tagung. In familiärer Atmosphäre konnten sich die Teilnehmenden austauschen und vernetzen. Kulinarisch wurden sie mit einem Grill- und Salatbuffet verwöhnt – ein Genuss, der Pädagogik und Geselligkeit harmonisch verband.
Ein herzliches Dankeschön an Familie Vogt-Fehlinger für diesen wunderbaren Rahmen!

Inspiration, neue Impulse, Wir-Gefühl

Die gelungene Mischung aus fundiertem Input, praxisnahen Übungen und kollegialem Austausch machte die Tagung zu einem echten Highlight. Die Rückmeldungen der Teilnehmenden sprechen für sich: Inspiration, viele Aha-Erlebnisse, neue Impulse und ein gestärktes Wir-Gefühl für die pädagogische Arbeit.

Das Team LebensSpuren dankt allen Beteiligten und freut sich auf weitere gemeinsame Schritte – für eine Pädagogik, die Haltung zeigt und Menschen stärkt.

Clearing

Clearing – ein Schlüssel zur passenden Hilfe

Wenn Kinder herausfordernde Verhaltensweisen zeigen, kann ein Ausweg aus der Krise ein frühzeitig eingeleitetes Clearing sein. Ziel ist es dabei, durch kurzfristige intensive Betreuungssettings, z. B. im Rahmen einer 1:1 Betreuung außerhalb des aktuellen Settings, eine Beobachtungssituation zu schaffen und diese mit ressourcenorientiertem Blick auf den jungen Menschen zu dokumentieren. Daraus gilt es dann eine passgenaue Empfehlung für eine Hilfe zur Erziehung zu entwickeln, die wirklich greift und dem individuellen Bedarf entspricht.

Vermeidung von Fehlplatzierungen und „Systemsprüngen“
Ein fundiertes Clearing bannt ggf. die Gefahr, dass junge Menschen in Heime oder Maßnahmen vermittelt werden, die ihren Bedarfen nicht gerecht werden können, was letztendlich zum nächsten Abbruch führen würde.
Eine suboptimale Heimplatzierung kann durchaus dazu führen, dass sich das Verhalten des Kindes weiter verschlechtert und es dann zum sogenannten „Systemsprenger“ wird – ein Kind, das durch alle Hilfesysteme fällt – und Hilfen häufig beendet werden. Die Folgen sind sowohl menschlich dramatisch, als auch finanziell erheblich: Fehlplatzierungen verursachen auf Dauer deutlich höhere Kosten als ein gezieltes Clearing.

Wir, bei den LebensSpuren, setzen unseren Fokus darauf, mit unseren Leistungsträgern Clearing-Wege zu gehen, das Kindeswohl zu fördern und die Kinder rechtzeitig und zielgerichtet, adäquat zu unterstützen.

Kurzfristige Investition, langfristiger Erfolg
Auch wenn Clearing kurzfristig zusätzliche Kosten verursacht, langfristig ist es wirtschaftlicher. Durch die genaue Einschätzung kann eine passgenaue Hilfe zur Erziehung gewählt werden, die die Erfolgschancen deutlich erhöhen sogar Nachreifungsprozesse anstößt und teure Fehlentwicklungen verhindert. Die Erfolgsquote hängt maßgeblich davon ab, wie gut die individuellen Bedarfe erkannt und passende Maßnahmen eingeleitet werden. Clearingverfahren werden bei den LebensSpuren regelmäßig evaluiert, indem die Wirksamkeit und Wirkung im Fachteam sowie im Hilfeplangespräch überprüft werden.

Studien und Praxisberichte zeigen, dass Clearing die Wahrscheinlichkeit erhöht, nachhaltige und wirksame Hilfen zu finden, und so sowohl Kindeswohl als auch Wirtschaftlichkeit fördert. Ein Beispiel für eine Quelle, die zeigt, dass Clearing die Wahrscheinlichkeit erhöht, nachhaltige und wirksame Hilfen zu finden und damit sowohl das Kindeswohl als auch die Wirtschaftlichkeit fördert, ist der Bericht des Kommunalverbands für Jugend und Soziales Baden-Württemberg (KVJS). Dort wird
deutlich beschrieben, dass Clearingverfahren durch systemische Herangehensweise und intensive Diagnostik dazu beitragen, passende Anschlusshilfen zu identifizieren, Fehlplatzierungen zu vermeiden und die Partizipation der Familie zu stärken, was zu nachhaltigen Lösungen und wirtschaftlicheren Prozessen führt.

Fazit: Clearing – ein Schlüssel, wenn Kinder herausforderndes Verhalten zeigen

Ein professionell durchgeführtes Clearing ist der entscheidende Schritt, um Kindern mit
herausforderndem Verhalten die richtige Unterstützung zu bieten, Fehlplatzierungen und
„Systemsprenger“-Karrieren zu verhindern und langfristig Kosten zu sparen. Die Investition in ein Clearing zahlt sich durch höhere Erfolgsquoten und bessere Entwicklungschancen für die betroffenen Kinder aus. Es hilft, die richtige Unterstützung zu finden und Fehlplatzierungen zu vermeiden. Ohne Clearing drohen teure „Drehtüreffekte“ und Systemsprenger-Karrieren. Kurzfristig kostet Clearing – langfristig spart es Geld und gibt Kindern echte Chancen auf echte Hilfen!

Wir sind umgezogen

Wir sind umgezogen - unsere neuen Büroräume in Wiesbaden
Seit April 2025: LebensSpuren GmbH · Hagenauer Straße 42 · 65203 Wiesbaden

Wir sind umgezogen!

Der neue Standort der LebensSpuren GmbH ist jetzt in Wiesbaden

In den vergangenen Monaten hat sich gezeigt, dass unsere bisherigen Büroräume in Geisenheim den Anforderungen unserer Verwaltung nicht mehr gerecht werden. Deshalb begaben wir uns auf die Suche nach einem neuen Standort – und sind fündig geworden!

Seit dem 1. April 2025 befindet sich nun der neue Firmensitz der LebensSpuren GmbH im Trias Wiesbaden Forum, Hagenauer Straße 42, 65203 Wiesbaden.

Der moderne Bürokomplex liegt im Wiesbadener Stadtteil Biebrich und bietet eine ausgezeichnete Verkehrsanbindung. Dank der Nähe zum Schiersteiner Kreuz, einem der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte Hessens, sind die Städte Wiesbaden, Frankfurt und Mainz schnell erreichbar. Zudem sorgt die direkt am Gebäude gelegene Bushaltestelle für eine optimale Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr.

Unser neues Büro im Penthouse des 6. Stocks bietet auf rund 140 Quadratmetern vielseitige Nutzungsmöglichkeiten – von Besprechungsräumen über ein Raumangebot für die Umsetzung von Maßnahmen wie z.B. begleitete Elternkontakte, bis hin zu modernen Arbeitsplätzen mit Weitblick über die Stadt.

Wir freuen uns darauf, Sie in unseren neuen Räumlichkeiten willkommen zu heißen.
Schauen Sie gerne vorbei – Sie sind herzlich eingeladen!

Ihr LebensSpuren Team

PS
Sie erreichen uns jetzt telefonisch unter 0611 16778989, per Fax unter 0611 16778988 und
natürlich per E-Mail info@lebensspuren-jugendhilfe.de

2. KOP-Treffen

Gelungene Verbindung zwischen Theorie und Praxis – das 2. KOP-Treffen der LebensSpuren GmbH

Am 20. März 2025 begrüßte das Team der LebensSpuren GmbH seine Kooperationspartner*innen in der inzwischen vertrauten Umgebung am Campus Bad Kreuznach-IHK Akademie.

Diese zweimal jährlich stattfindenden Treffen sind für die Fachkräfte der sozialen Arbeit weit mehr als ein reines Netzwerktreffen: Sie bieten Raum für kollegialen Austausch, fachlichen Input und die Möglichkeit, sich gemeinsam mit dem Jugendhilfeträger, an den sie angebunden sind, über ein gemeinsames Werteverständnis auszutauschen. Zudem gewährleisten die Geschäftsführungen eine transparente Informationsweitergabe zu internen Entwicklungen und zukünftigen Perspektiven.
Das Team der IHK Akademie überzeugte erneut mit herzlicher Gastfreundschaft und hervorragender technischer Ausstattung.
So konnte das KOP-Treffen auch zum ersten Mal als Hybridveranstaltung umgesetzt werden, was eine hohe Teilnahmequote sicherte und größtmögliche Flexibilität bot.

Im Fokus der Veranstaltung stand die Rahmenkonzeption, die als Basis für die Zusammenarbeit zwischen der LebensSpuren GmbH und den Kooperationspartner*innen dient. In einem Wechsel aus Plenumsrunden und interaktiven Workshops wurden zentrale Aspekte intensiv bearbeitet – darunter:

  • rechtliche Grundlagen,
  • Kernaufgaben auf den verschiedenen Ebenen von Träger und Kooperationspartner*innen,
  • der „sichere Ort“ im familienanalogen Angebot
  • ressourcenorientiertes Arbeiten

Besonders erfreulich:
Sowohl die Teilnehmenden vor Ort als auch online brachten aktiv ihre Perspektiven, Fragen und Ideen ein. Die enge Verbindung von Theorie und Praxis, kombiniert mit dem hybriden Veranstaltungsformat, eröffnet dabei wertvolle Möglichkeiten, um innovative Lösungen für die oftmals komplexen Herausforderungen der sozialen Arbeit zu entwickeln.

Ein herzliches Dankeschön gilt dem engagierten Fachteam der Koordinator*innen, welches die inhaltliche Vorbereitung mit großer Sorgfalt und Expertise übernommen hat.
Die positive Resonanz in der Abschlussrunde bestätigt den Wert dieses Engagements:

  • „Die Hybridveranstaltung heute war ein tolles, inhaltsstarkes Angebot. Es ist besser online als gar nicht teilnehmen zu können. Danke! “
  • „Es gibt viel Stoff zu verarbeiten, danke für diesen wertvollen Austausch in gewohnt schöner Location, bei der IHK Akademie Bad Kreuznach.“
  • „Ich habe mich mit meinen Themen sehr wertgeschätzt und angenommen gefühlt .“
  • „Danke für die schöne, vertraute und entspannte Atmosphäre.“

Auch die geäußerte konstruktive Kritik nehmen wir selbstverständlich ernst:
Für zukünftige Treffen werden wir längere Pausen einplanen, um den persönlichen Austausch und die Vernetzung noch stärker zu fördern.
Denn: Netzwerke sind Ressourcen, die wir aktiv nutzen möchten.

Die beiden Geschäftsführer*innen der LebensSpuren GmbH zeigten sich zum Abschluss dankbar für das großartige Team – gerade in Zeiten des Fachkräftemangels keine Selbstverständlichkeit!
Ein besonderer Dank gilt auch unserer Verwaltungsleitung, die ihre fotografischen Fähigkeiten in den Dienst des Trägers gestellt und diesen Tag professionell bildlich dokumentiert hat ❤️

Weiterlesen – Bericht 1. KOP-Treffen
Ein synergetisches Qualitätsmerkmal: Die kollegiale Fallberatung der LebensSpuren GmbH.

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COA Aktionswoche 2025

Team der LebensSpuren GmbH – wir werden laut

COA-Aktionswoche 2025 – Kindern eine Stimme geben!

LebensSpuren GmbH setzt sich für Kinder aus sucht- und psychisch belasteten Familien ein.

Vom 16. bis 22. Februar 2025 findet die COA-Aktionswoche statt – eine bundesweite Initiative des NACOA Deutschland e. V., die auf die Lebensrealität von Kindern aus suchtbelasteten und psychisch erkrankten Familien aufmerksam macht.
Diese Kinder bleiben oft unsichtbar, ihre Bedürfnisse ungehört und ihre Herausforderungen unterschätzt. Das Team der LebensSpuren GmbH ist mit vollem Engagement dabei, um diese Kinder sichtbar zu machen, ihre Stimmen zu stärken und ihnen die Unterstützung zu bieten, die sie brauchen.

Warum ist das wichtig?

Kinder aus sucht- oder psychisch belasteten Familien haben ein erhöhtes Risiko, selbst psychische Erkrankungen oder Suchterkrankungen zu entwickeln. Auch Kinder mit Fetaler Alkoholspektrum-Störung (FASD) stehen vor großen Herausforderungen – im Alltag, in der Schule und im sozialen Umfeld. Viele dieser Kinder erleben:

  • Unsicherheit und instabile Familienverhältnisse
  • Fehlende Unterstützung durch ihr Umfeld
  • Schwierigkeiten in der Schule aufgrund von Entwicklungsverzögerungen oder Verhaltensauffälligkeiten
  • Fehlendes Wissen über ihre eigenen Bedürfnisse und Rechte

Hier setzt die LebensSpuren GmbH an: Unser Ziel ist es, Netzwerke zu stärken, Fachkräfte zu schulen und Kinder nachhaltig zu unterstützen.

Unsere Schwerpunkte zur COA-Aktionswoche 2025

Vernetzung und interdisziplinäre Zusammenarbeit: Kinder brauchen stabile Bezugspersonen und ein unterstützendes Umfeld. Wir setzen uns für eine bessere Vernetzung zwischen Jugendhilfe, Schulen, Therapeut*innen und weiteren Fachkräften ein, damit Kinder die Hilfe bekommen, die sie benötigen.

FASD-spezifische Supervision für Fachkräfte: Pädagogische Fachkräfte stehen oft vor großen Herausforderungen, wenn sie mit Kindern mit FASD arbeiten. Gemeinsam mit „BINE“, dem Beratungs- und Informationsnetzwerk für FASD bieten wir gezielte Supervisionen an, um Fachkräfte zu stärken und ihnen praxisnahe Handlungsmöglichkeiten an die Hand zu geben.

Schulaufklärung und Fortbildungen: Lehrkräfte und Teilhabeassistenzen spielen eine zentrale Rolle im Leben dieser Kinder. Deshalb engagieren wir uns aktiv in der Schulaufklärung, um das Bewusstsein für die besonderen Bedürfnisse dieser Kinder zu schärfen und einen praxisnahen Handlungsleitfaden bereitzustellen.

Gemeinsam für eine bessere Zukunft! Jedes Kind verdient die Chance auf eine glückliche und stabile Kindheit. Doch dafür braucht es Aufklärung, Engagement und eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung.

Lasst uns gemeinsam laut werden und Kindern eine Stimme geben!

Klausurtagung 2025

Klausurtagung mit dem Fachteam der LebensSpuren GmbH –
damit die Arbeit justiert wird!

Professionelles Handeln bedeutet, sowohl auf anbahnende Entwicklungen zu reagieren als auch proaktiv zu handeln und sich strategisch in der Jugendhilfelandschaft zu positionieren. Um der Bearbeitung dieser Thematik einen angemessenen Rahmen zu verleihen, begab sich das Leitungsteam der LebensSpuren GmbH zum Jahresbeginn am 17. Januar 2025 gemeinsam in Klausur.

Primär wurden die Einzelkonzeptionen der verschiedenen Hilfen zur Erziehung, die die LebensSpuren GmbH – neben ihren familienanalogen Angeboten inzwischen noch vorhält – transparent ins Licht gestellt. Der damit verbundene Gestaltungsspielraum für die anfragenden Jugendämter und andere Kostenträger, aber auch für den Träger selbst, wurde dadurch konkretisiert. Wiederkehrende Verfahrensabläufe galt es dabei alltagstauglich mit den ausführenden Akteuren zu optimieren. Die gesetzlichen Vorgaben, wie z.B. das Vorlegen der aktuellen erweiterten polizeilichen Führungszeugnisse oder die Abläufe zur Überprüfung der Angebote durch das örtliche und/oder belegende Jugendamt, sind dabei für die Angebote der LebensSpuren GmbH ganz im Sinne des Kinderschutzes und damit bindend.
Darüber hinaus wurde die Bedeutung personeller Ressourcen, bei der proaktiven Gestaltung der eigenen Arbeitstätigkeit, erläutert. Die Veränderungen in Bezug auf das Anfragenprofil der zu betreuenden jungen Menschen und Familien mit Hilfebedarf, machen komplexe und kreative Lösungen notwendig. Umso mehr freut sich das Team der LebensSpuren GmbH über die Vielfalt an individuellen Hilfen, die es auf Grundlage der unterschiedlichen Professionen und Berufserfahrungen anbieten kann; sowohl im pädagogisch/therapeutischen Fachteam als auch in den stationären familienanalogen und ambulanten Hilfen zur Erziehung.
In Bezug auf die Ausgestaltung der Rollen im leitenden Koordinator*innenteam, hat sich die LebensSpuren GmbH dazu entschieden, es nicht bei einem funktionsbezogenen Verantwortungsbereich zu belassen. Das Team setzt sich engagiert dafür ein, dass sich die fachlichen Synergien mit ihrer Wirkkraft nicht nur innerhalb der Beratung entfalten, sondern auch sinnvoll aktiv in den einzelnen Hilfen wie z.B. begleiteten Umgängen, Elternberatungen oder Einzelfallhilfen induziert werden.
Das hat neben dem kindeswohldienlichen Aspekt noch einen weiteren guten Grund und basiert auf dem Führungsmodell nach Hackman und Oldham (1980). Die Arbeitsressourcen können im Sinne von motivationalen Anreizen verstanden werden, wie sie im Job Characteristics Modell (JCM) zu finden sind.
Auf dem Hintergrund, dass Vielfalt im Aufgabenbereich der Fachkräfte nach Hackman und Oldham auch ein höheres Motivationsniveau darstellt, ist dies im Zeitalter des Fachkräftemangels und erhöhtem Burnout-Risiko im Berufsfeld der sozialen Arbeit, ein nicht zu unterschätzender Faktor für die Stellenbeschreibungen. Neben der Hauptsache, passgenaue Hilfen für Kinder und Jugendliche und deren Bezugspersonen anzubieten, hat es sich der Träger auch als Ziel gesetzt, Mitarbeiter*innen und Kooperationspartner*innen langfristig einen Arbeitsplatz zu bieten, der die psychische Belastungsgrenze und Gesundheit der Mitarbeitenden im Blick behält. Die motivierende Teamarbeit mit einer klaren und transparenten Kommunikationskultur ist auf persönliches Wachstum und Weiterentwicklung ausgelegt, was einem gelebten Leitbild der LebensSpuren GmbH entspricht.

Aus Sicht der LebensSpuren GmbH werden wertvolle Ressourcen und individuelle Fähigkeiten einzelner Mitarbeiter*innen gesichert, wenn entscheidende Handlungswege im gemeinsamen Austausch mit dem Fachteam und ebenso im Austausch mit den Akteuren in den Betreuungsangeboten optimiert werden. Die Möglichkeit zum „Blick aufs große Ganze“ und nicht nur auf einzelne Teilbereiche der Hilfe, macht die Rolle der Fachkräfte bedeutsam und ermöglicht eine ganzheitliche Hilfegestaltung. Wir durften als Fachteam der LebensSpuren GmbH die konstruktive Zusammenarbeit an diesem Tag genießen.
Der Klausurtag trug dazu bei, sich gemeinsam als Team – mit all den Energien und Ressourcen – effektiv auf die Zukunft hin auszurichten. Bei einem gemeinsamen Abendessen beendeten wir den Tag. Ein besonderes Dankeschön an unser „Geburtstagskind“, das es sich nicht nehmen ließ, an ihrem besonderen Tag dennoch dabei zu sein!

Oh, du fröhliche

Oh, du fröhliche …
* Weihnachtszeit *
Zeit für Dankbarkeit und neue Wege!

Ein ereignisreiches Jahr 2024 geht nun zu Ende.
Wir möchten die Gelegenheit nutzen, um uns an dieser
Stelle in die Feiertage und in das Jahresende zu verabschieden.
Aber nicht, ohne Ihnen vorher von Herzen
Danke zu sagen.

Danke!
für Ihr Vertrauen, die bereichernden Begegnungen
und die gemeinsamen Schritte, die wir dieses Jahr
miteinander gehen durften.
Wir wünschen Ihnen und Ihren Liebsten ein friedliches
und gesegnetes Weihnachtsfest voller kleiner Wunder
sowie einen inspirierenden Jahreswechsel.
Mögen Gesundheit, Zufriedenheit, Hoffnung und
Zuversicht stets Ihre Begleiter sein.
Wir freuen uns darauf, mit Ihnen auch im neuen
Jahr 2025 weiter gemeinsam neue LebensSpuren
zu legen!