Haltung

In unseren Blickwinkeln zeigen wir, wie Haltung, Recht und Praxis Spuren im Leben setzen – für Kinder, Jugendliche, Familien und Teams.

Zusammenhalt

Die pädagogische Haltung:
„Wenn Unternehmenswerte Wirklichkeit werden – oder eben nicht!“

In einer Zeit, in der gesellschaftliche Spannungen und Unsicherheiten wachsen, aber auch der öffentliche Diskurs immer häufiger von Gegensätzen geprägt ist, gilt es als Träger der Kinder- und Jugendhilfe seiner Verantwortung nachzukommen, in dem Haltung spürbar wird – bewusst, reflektiert und mit innerer Verbindlichkeit.

Eine Haltung, die wirklich Verantwortung übernimmt, ist geprägt von

  • Mut zur Authentizität,
  • Bereitschaft zur Selbstkritik und einem
  • unerschütterlichen Fokus auf das Wohl der Menschen, denen man sich auch konzeptionell verschrieben hat.

Haltung zeigt sich dabei nicht im Klimpern mit Worthülsen und Hochglanzbroschüren, sondern im gelebten Handeln der Menschen. Da wird auch schnell sichtbar, ob sich eine „Haltung“ im Leitbild nur schön liest, oder ob sie tatsächlich gelebt wird und zur Grundlage aller Entscheidungen wird. 

Hier bei den LebensSpuren stellen wir uns im Kontext des Beschwerdemanagements auch diesen Themen. Wir begeben uns auf Spurensuche und erforschen neugierig durch Fragen, ob es Hinweise darauf gibt, dass Haltung nur eine Floskel in der täglichen Arbeit ist.

  • Gibt es einen Widerspruch zwischen Worten und Taten?

Wird öffentlich zwar über „Wertschätzung“ und „Teilhabe“ gesprochen, aber in der Zusammenarbeit müssen Mitarbeitende in ihrem Alltag Misstrauen, fehlende Mitsprache und herablassende Äußerungen, auch übermäßige Kontrolle und Mikromanagement erleben und aushalten? 

  • Werden Begriffe werbeträchtig instrumentalisiert?

Werden Schlagworte wie Partizipation, Diversität oder Achtsamkeit nur inflationär genutzt – oder spielen sie in Teamsitzungen und Entscheidungen wirklich eine Rolle? 

  • Fehlt die Bereitschaft für Selbstreflexion bei Führungskräften?

Werden Fehler oder Kritik als Chance gesehen, oder wird defensiv darauf reagiert und Verantwortung „nach unten“ (wobei schon die Beschreibung „nach unten“ die entsprechende Haltung deutlich macht) abgeschoben. 

  • Wie aufrichtig ist die Kommunikation?

Gibt man sich nach außen sozial engagiert und dialogbereit, obwohl intern eine Kultur des Schweigens herrscht aus Angst vor Konsequenzen, wenn Probleme oder Irritationen offen angesprochen werden? 

  • Nimmt man eher Symbolpolitik statt gelebter Praxis wahr? 

Werden Hilfen, Projekte oder Statements hauptsächlich für Imagepflege genutzt und nicht, weil man wirklich etwas verändern will und ein echtes Interesse an den Menschen hat? 

  • Inkonsistenz in Entscheidungen

Folgen Entscheidungen kurzfristigen Interessen bzw. externen Erwartungen statt den klaren ethischen oder pädagogischen Grundsätzen? 

Man könnte an dieser Stelle die Liste unendlich weiterführen. Diese Aufzählung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Aber Fakt ist, dass man sich mit solchen Umgangsformen selbst „entlarvt“. Denn früher oder später merken es alle Beteiligten.  
Wo Authentizität, Konsistenz und menschliche Echtheit fehlen, bleibt Haltung nur ein Slogan – und zeigt sich ganz offensichtlich im täglichen Umgang mit Menschen; besonders dann, wenn es schwierig und unbequem wird. 

Für die LebensSpuren GmbH will Haltung keine pädagogische Methode sein, die man routiniert anwendet und auch kein Werkzeug, das man einfach aus dem Regal zieht. Sie soll vielmehr zum inneren Maßstab werden, der zeigt, wofür wir bei den LebensSpuren brennen und wie wir in einer Welt voller Widersprüche verantwortungsvoll handeln wollen. 
Haltung muss dabei der sogenannte rote Faden sein, der sich durch alle unsere Schritte und Entscheidungen zieht. Ein Kompass voller Werte, der uns nicht nur leitet, wenn alles glatt läuft, sondern gerade dann, wenn Umbrüche oder Krisen uns im Alltag herausfordern und jener Kompass uns dabei hilft, authentisch zu bleiben. 
Ohne diese Wurzel in einem reflektierten Selbstbild, verkommen Techniken zu hohlen Hülsen; Aber mit dieser Wurzel wird Pädagogik zu einem lebendigen Beitrag für eine nachhaltige und gerechte Zukunft. 

Echte Haltung – eine Haltung, die weit über bloße Floskeln hinausgeht – zeigt sich in der gelebten Kongruenz zwischen Worten, Entscheidungen und Alltag: 

  • Kongruenz wird im Handeln sichtbar

Entscheidungen folgen immer denselben Werten, auch wenn sie kurzfristig unbequem oder wirtschaftlich nachteilig sind – etwa bei der Priorisierung von Teilhabe vor Kosteneinsparung.

  • Führungskräfte modellieren Haltung vor

Sie hören aktiv zu, geben Feedback ohne Abwehr und tragen Verantwortung, statt Schuld zuzuweisen.

  • Authentische Beziehungen

Mitarbeitende, junge Menschen und Familien erleben echte Wertschätzung in regelmäßigen Reflexionsgesprächen, durch Mitsprache und eine Kultur, in der Fehler als Lernchancen gelten. Konflikte werden nicht vermieden, sondern als Möglichkeit genutzt, echte Haltung zu üben. Und zwar durch offene Dialoge statt hierarchischer Durchsetzung.

  • Nachhaltige Strukturen werden geschaffen

Ressourcen wie Zeit, Geld und Personal fließen dorthin, wo sie den Kernwerten dienen: Kinderschutz, kontinuierliche Weiterbildung, Stabilisierung bestehender Angebote vs. einer Kultur von „höher, schneller, weiter“. Erst dann erfolgt der weitere Ausbau neuer Hilfen und Projekte. 

  • Transparenz ist selbstverständlich

Berichte, Finanzen und Erfolge und Misserfolge werden offen kommuniziert, ohne Schönfärberei.

  • Resilienz in Krisen

In schwierigen Zeiten – wie Budgetkürzungen oder gesellschaftlichen Spannungen – bleibt die Haltung stabil. Man sucht Lösungen.

  • Externe Wirkung entspricht der internen Praxis 

Social-Media-Posts oder Events spiegeln den realen Alltag wider. Inspirieren statt posieren. 

Fazit: Haltung zeigt sich daran, was jemand tut und nicht daran, was er auf Plakate schreibt! 

Erste-Hilfe-Schulung mit Praxisbezug zur Jugendhilfe

Erste-Hilfe-Schulung mit Praxisbezug zur Jugendhilfe
Für mehr Sicherheit, für mehr Kinderschutz!

Die Veranstaltung der LebensSpuren GmbH findet zwei Mal jährlich statt, um auch unsere neu hinzukommenden professionellen Pflegefamilien und Mitarbeiter*innen stets zu berücksichtigen. Eine regelmäßige Auffrischung führt zu mehr Handlungssicherheit.

So auch wieder am 26. und 27. November 2025 jeweils von 9:00 bis 11:00 Uhr, während ein Großteil der Betreuten in Schule oder Kindergarten war. Also Zeit für die pädagogischen Fachkräfte, das eigene Fachwissen gezielt auszubauen. Das Online-Format hat sich inzwischen bewährt.

Die Referentin
Moderation und Durchführung liegen in den erfahrenen Händen von Frau Lucia Schwall. Sie hat federführend an der inhaltlichen Entwicklung der Schulung mitgearbeitet und bringt, neben ihrer wertvollen sozialpädagogischen Expertise und Praxiserfahrung aus der Kinder- und Jugendhilfe, auch ihr medizinisches Know-how als aktive Notfallsanitäterin im Rettungsdienst mit ein. Wir freuen uns über diese besondere Ressource in unserem leitenden Fachteam.

Zum Inhalt der Schulung
An zwei aufeinanderfolgenden Tagen widmen wir uns verschiedenen Schwerpunkten, darunter

  • Notrufnummern in der Jugendhilfe
  • Vitale Bedrohungen Bewusstsein/Atmung/Kreislauf
  • Spezielle Notfallbilder und Erkrankungen
  • Eigene Fallbeispiele/Erlebnisse/Austausch

Die beiden Module berücksichtigen neben den klassischen Erste-Hilfe-Maßnahmen auch die typischen Situationen und spezifischen Herausforderungen, denen wir im Arbeitskontext der Jugendhilfe begegnen. Ob Stromunfall, Verbrennung oder eine heftige allergische Reaktion – wir sprechen genau über die Situationen, die uns im Alltag echt herausfordern können. Praxisnah und relevant, insbesondere in unseren familienanalogen Angeboten. Es bleibt zudem genügend Raum, um individuelle Fragestellungen einzubringen und miteinander in den praxisorientierten Austausch zu gehen. Eine personifizierte Teilnahmebestätigung rundet dieses Qualitätsmerkmal der LebensSpuren ab.

Teilnehmer*innen
Eingeladen wurden bisher unsere Mitarbeiter*innen, Leitungen der Familienanalogen Angebote, aber auch die Zusatzkräfte und Interessierte im Familienverbund.

Neu: Kooperation zwischen den Trägern der Kinder- und Jugendhilfe
Kooperationen zwischen Jugendhilfeträgern sind aus unserer Sicht längst überfällig und bislang noch viel zu wenig etabliert – zu stark wirkt vielerorts noch der Konkurrenzgedanke. Hier braucht es ein Umdenken, das wir als LebensSpuren ausdrücklich befürworten.
Als besonderen Schritt haben wir deshalb die Einladung zur Teilnahme nun auch an einen ersten weiteren Jugendhilfeträger, die Familienanker GmbH in Dresden, ausgesprochen.
Dieses Vorgehen war bewusst als ein erstes Herantasten gedacht, um Möglichkeiten einer Zusammenarbeit im Sinne eines fachlichen Austauschs zu erproben. Es hat uns sehr gefreut, dass unser Angebot angenommen wurde und wir Mitarbeiter*innen des Trägers in der Schulung begrüßen konnten.
Unser Ziel ist es, dass Träger sich vernetzen und langfristig ihre Expertise miteinander teilen. Denn durch geteiltes Wissen kann aus Sicht der LebensSpuren GmbH langfristig auch ein Beitrag zur Kostenstabilität in der Kinder- und Jugendhilfe geleistet werden, um weiterhin bedarfsgerechte Hilfen für unsere jungen Menschen zu ermöglichen.

Bei Interesse an einer zukünftigen persönlichen Teilnahme schreiben Sie uns für den Erhalt weiterer Informationen gerne an: info@lebensspuren.de

 

Erste Hilfe LebensSpuren Druckverband

Meldungen nach § 8a SGB VIII – Kinderschutz in familienanalogen Angeboten

Meldungen nach § 8a SGB VIII – Kinderschutz in familienanalogen Angeboten

Unter diesem Titel fand am 30. Oktober 2025 das diesjährige KOP-Treffen der LebensSpuren GmbH am IHK-Campus in Bad Kreuznach statt.
Kinderschutz ist und bleibt ein zentrales Handlungsfeld der Kinder- und Jugendhilfe. Fachkräfte, Träger und Jugendämter stehen gemeinsam in der Verantwortung, Risiken früh zu erkennen, adäquat zu handeln und dabei sowohl rechtliche Vorgaben als auch pädagogische Haltung in Einklang zu bringen.
Zusammenarbeit gilt daher als Fundament des Schutzauftrags. Transparente Kommunikation und festgelegte Abläufe zwischen allen Beteiligten in den unterschiedlichen Verantwortungsbereichen sind die unverzichtbare Grundlage hierfür.

Das Fachteam der LebensSpuren führte kompetent und praxisorientiert durch verschiedene thematische Stationen. Damit wurde ein intensiver und praxisnaher Fachtag gestaltet, der sich dem sensiblen und zentralen Thema des Kinderschutzes in familienanalogen Angeboten widmete. Innerhalb der LebensSpuren GmbH stehen den Kooperationspartner*innen und Mitarbeiter*innen zwei Insofern erfahrene Fachkräfte (InsoFa) zur Verfügung.

Die hybride Durchführung am IHK-Campus ermöglichte auch jenen die Teilnahme, deren Mobilität z.B. kurzfristig eingeschränkt war oder die aufgrund von spezifischen Betreuungssituationen nicht anreisen konnten.

Inhaltliche Schwerpunkte des KOP-Treffens:

  • Rechtliche Grundlagen und zentrale Aussagen des § 8a SGB VIII
  • Grundbedürfnisse der jungen Menschen
  • Mögliche Anhaltspunkte einer Kindeswohlgefährdung
  • Risiko- und Schutzfaktoren
  • Aufgaben und Zuständigkeiten des örtlichen Jugendamtes nach einer Meldung
  • Ablaufschema, Standards im Kinderschutz und Verfahrensschritte des Trägers
  • Bedeutung von Klärungsbereitschaft und Transparenz im gesamten Einschätzungsprozess

Der Blick auf die Grundbedürfnisse der jungen Menschen spielt in Sachen Kinderschutz eine basale Rolle. Hierzu wurden die entwicklungspsychologischen Erkenntnisse von Schmidtchen an die Bedürfnispyramide nach Maslow angelehnt. Das Verständnis dazu ist hilfreich, weil es Kinder und Jugendliche in ihrer ganzheitlichen Entwicklung umfasst und dabei hilft, sowohl Gefährdungen klarer zu erkennen als auch besser zu verstehen, wie gravierend deren Auswirkungen für die kindliche Entwicklung sind.

Große Dankbarkeit gilt unseren Kooperationspartnerinnen und -partnern in den familienanalogen Angeboten, die den Schutz junger Menschen tagtäglich mittragen. Sie sind dort präsent, wo Belastung, Unsicherheit oder Krisen spürbar werden – und begegnen diesen Situationen mit Engagement, Wissen, starken Nerven und großer Empathie. Sie begleiten Kinder und Jugendliche, deren Lebensgeschichten berühren und die Professionalität täglich herausfordern. Dabei bewegen sie sich souverän im Spannungsfeld zwischen Nähe und Distanz, Vertrauen und Schutzauftrag.

Dankbar sind wir auch für die Rückmeldungen der Teilnehmer*innen in der Abschlussrunde. Zum einen wurde sehr wertschätzend zur Kenntnis genommen, wieviel Arbeit seitens des Trägers sich hinter einem gelingenden Kinderschutz verbirgt und zum anderen auch in der Vorbereitung für eine solche Veranstaltung.

Fazit:
Beeindruckend war einmal mehr das große Engagement und die fachliche Kompetenz, die in allen Bereichen spürbar wurde. Im gemeinsamen, verlässlichen Handeln kann Schutz für Kinder und Jugendliche wirklich gelingen – Tag für Tag, mit klarem Konzept, Haltung und Herz

Was ist das KOP-Treffen?
Das KOP-Treffen (Kooperationspartner*innen-Treffen) der LebensSpuren GmbH ist ein regelmäßig stattfindendes Austauschformat für Fachkräfte aus den familienanalogen Angeboten. Es dient der fachlichen Weiterentwicklung, der kollegialen Vernetzung und der Reflexion zentraler Themen der Kinder- und Jugendhilfe.

KOP Treffen der LebensSpuren GmbH im Oktober 2025

Begleiteter Umgang

Begleiteter Umgang: Nähe in liebevoller Atmosphäre und Kinderschutz
Hand in Hand für das Wohl der Kinder

Bei den LebensSpuren ist die Arbeit mit der Herkunftsfamilie ein zentrales Merkmal innerhalb der Hilfen zur Erziehung. Auch die begleiteten Umgänge zeichnen sich durch eine individuell auf jede Familie abgestimmte Herangehensweise aus.
Dabei steht das Kindeswohl kompromisslos im Mittelpunkt unserer Arbeit: Mit Wertschätzung für alle Beteiligten und klaren Strukturen schaffen wir einen Rahmen, in dem die Bedürfnisse und der Schutz der Kinder oberste Priorität haben.

Darin spiegelt sich unsere Haltung wider: Wir schaffen Raum für sichere, kindgerechte und wertschätzende Begegnungen, in denen Kinder, Jugendliche und ihre Familien auch in herausfordernden Situationen Vertrauen und Bindung neu erleben können.

In unseren liebevoll gestalteten Räumlichkeiten am Firmensitz Wiesbaden, aber auch an anderen Begegnungsstätten, unterstützen unsere Fachkräfte einfühlsam und mit Expertise die Anbahnung, Wiederherstellung und Fortführung wichtiger Beziehungen.

Begleiteter Umgang

Sie ermutigen und begleiten dabei Eltern, Geschwister und andere Bezugspersonen. Sie reflektieren gemeinsam die Kontakte, suchen nicht Defizite, sondern das Potential für positive Entwicklung, damit Umgänge perspektivisch für den jungen Menschen nachhaltig positiv wahrgenommen werden können; sofern möglich und kindeswohldienlich!

Die Kommunikation zwischen den Teilnehmenden wird unterstützt. Gleichzeitig wird konsequent im Sinne des Kinderschutzes gehandelt: Im Ernstfall werden alle notwendigen Schutzmaßnahmen ergriffen. Das Wohl und die Sicherheit der Kinder stehen stets an erster Stelle. Denn Umgänge sollen stärken und Möglichkeiten schaffen, wieder positive Wege miteinander zu gehen und förderliche Veränderungen möglich zu machen

Clearing

Clearing – ein Schlüssel zur passenden Hilfe

Wenn Kinder herausfordernde Verhaltensweisen zeigen, kann ein Ausweg aus der Krise ein frühzeitig eingeleitetes Clearing sein. Ziel ist es dabei, durch kurzfristige intensive Betreuungssettings, z. B. im Rahmen einer 1:1 Betreuung außerhalb des aktuellen Settings, eine Beobachtungssituation zu schaffen und diese mit ressourcenorientiertem Blick auf den jungen Menschen zu dokumentieren. Daraus gilt es dann eine passgenaue Empfehlung für eine Hilfe zur Erziehung zu entwickeln, die wirklich greift und dem individuellen Bedarf entspricht.

Vermeidung von Fehlplatzierungen und „Systemsprüngen“
Ein fundiertes Clearing bannt ggf. die Gefahr, dass junge Menschen in Heime oder Maßnahmen vermittelt werden, die ihren Bedarfen nicht gerecht werden können, was letztendlich zum nächsten Abbruch führen würde.
Eine suboptimale Heimplatzierung kann durchaus dazu führen, dass sich das Verhalten des Kindes weiter verschlechtert und es dann zum sogenannten „Systemsprenger“ wird – ein Kind, das durch alle Hilfesysteme fällt – und Hilfen häufig beendet werden. Die Folgen sind sowohl menschlich dramatisch, als auch finanziell erheblich: Fehlplatzierungen verursachen auf Dauer deutlich höhere Kosten als ein gezieltes Clearing.

Wir, bei den LebensSpuren, setzen unseren Fokus darauf, mit unseren Leistungsträgern Clearing-Wege zu gehen, das Kindeswohl zu fördern und die Kinder rechtzeitig und zielgerichtet, adäquat zu unterstützen.

Kurzfristige Investition, langfristiger Erfolg
Auch wenn Clearing kurzfristig zusätzliche Kosten verursacht, langfristig ist es wirtschaftlicher. Durch die genaue Einschätzung kann eine passgenaue Hilfe zur Erziehung gewählt werden, die die Erfolgschancen deutlich erhöhen sogar Nachreifungsprozesse anstößt und teure Fehlentwicklungen verhindert. Die Erfolgsquote hängt maßgeblich davon ab, wie gut die individuellen Bedarfe erkannt und passende Maßnahmen eingeleitet werden. Clearingverfahren werden bei den LebensSpuren regelmäßig evaluiert, indem die Wirksamkeit und Wirkung im Fachteam sowie im Hilfeplangespräch überprüft werden.

Studien und Praxisberichte zeigen, dass Clearing die Wahrscheinlichkeit erhöht, nachhaltige und wirksame Hilfen zu finden, und so sowohl Kindeswohl als auch Wirtschaftlichkeit fördert. Ein Beispiel für eine Quelle, die zeigt, dass Clearing die Wahrscheinlichkeit erhöht, nachhaltige und wirksame Hilfen zu finden und damit sowohl das Kindeswohl als auch die Wirtschaftlichkeit fördert, ist der Bericht des Kommunalverbands für Jugend und Soziales Baden-Württemberg (KVJS). Dort wird
deutlich beschrieben, dass Clearingverfahren durch systemische Herangehensweise und intensive Diagnostik dazu beitragen, passende Anschlusshilfen zu identifizieren, Fehlplatzierungen zu vermeiden und die Partizipation der Familie zu stärken, was zu nachhaltigen Lösungen und wirtschaftlicheren Prozessen führt.

Fazit: Clearing – ein Schlüssel, wenn Kinder herausforderndes Verhalten zeigen

Ein professionell durchgeführtes Clearing ist der entscheidende Schritt, um Kindern mit
herausforderndem Verhalten die richtige Unterstützung zu bieten, Fehlplatzierungen und
„Systemsprenger“-Karrieren zu verhindern und langfristig Kosten zu sparen. Die Investition in ein Clearing zahlt sich durch höhere Erfolgsquoten und bessere Entwicklungschancen für die betroffenen Kinder aus. Es hilft, die richtige Unterstützung zu finden und Fehlplatzierungen zu vermeiden. Ohne Clearing drohen teure „Drehtüreffekte“ und Systemsprenger-Karrieren. Kurzfristig kostet Clearing – langfristig spart es Geld und gibt Kindern echte Chancen auf echte Hilfen!