Mein Praktium

Mein Praktikum bei der LebensSpuren GmbH

Im Rahmen meiner Erzieherausbildung durfte ich ein fünfwöchiges Praktikum bei der LebensSpuren GmbH Wiesbaden absolvieren. Besonders spannend war für mich, dass die Arbeit nicht in einer Einrichtung stattfand, sondern direkt in den professionellen Pflegefamilien. Da ich diese Form der Begleitung vorher nicht kannte, bin ich ganz offen und unvoreingenommen in das Praktikum gestartet. Ich wusste zunächst nicht genau, was mich erwarten würde, und wollte mir selbst ein Bild von der Arbeit machen und meine eigenen Erfahrungen sammeln.

Zu Beginn stand das gegenseitige Kennenlernen im Mittelpunkt. Es war mir wichtig, den Kindern die Zeit zu geben, sich an mich zu gewöhnen und Vertrauen aufzubauen. Dabei habe ich gelernt, wie bedeutend Geduld in der pädagogischen Arbeit ist. Nicht jedes Kind öffnet sich sofort, manchmal braucht es Zeit, wiederkehrende Rituale und das Gefühl, selbst entscheiden zu dürfen. Umso schöner war es zu erleben, wenn die Kinder sich auf Aktivitäten eingelassen haben oder von sich aus auf mich zukamen.

Diese Momente des entstandenen Vertrauens gehören zu meinen schönsten Erinnerungen an das Praktikum. Während meines Praktikums durfte ich Kinder im Alter von drei bis acht Jahren in ihrem Alltag begleiten. Dazu gehörten unter anderem gemeinsames Spielen, kreative Beschäftigungen, Aktivitäten im Garten sowie die Unterstützung im Familienalltag. Im Rahmen meiner schulischen Ausbildung habe ich außerdem ein eigenes Projekt durchgeführt. Gemeinsam mit den Kindern gestaltete ich eine kreative Rasierschaum-Farbaktion.

Dabei konnten sie verschiedene Farben ausprobieren, kreativ werden und mit unterschiedlichen Materialien experimentieren.
Es war schön zu sehen, mit wie viel Freude und Neugier die Kinder dabei mitgemacht haben. Ein weiterer wichtiger Bestandteil meines Praktikums war der enge Austausch mit den Pflegeeltern beziehungsweise den Erziehungsstellen. Ich durfte sie bei Gesprächen, Videokonferenzen und Terminen begleiten und erhielt dadurch wertvolle Einblicke in ihre pädagogische Arbeit. Besonders bereichernd war für mich der regelmäßige fachliche Austausch mit ihnen. Gemeinsam reflektierten wir Situationen aus dem Alltag, besprachen unterschiedliche Handlungsmöglichkeiten und ich konnte verschiedene Sichtweisen auf die Bedürfnisse und Entwicklung der Kinder kennenlernen.

Dadurch habe ich mein pädagogisches Verständnis erweitert und viele neue Impulse für meine eigene Arbeit mitgenommen. Besonders beeindruckt hat mich die Arbeit der Pflegefamilie. Obwohl jedes Kind unterschiedliche Bedürfnisse und Voraussetzungen mitbringt, wurde jedes Kind individuell begleitet und gleichzeitig in seiner Selbstständigkeit gestärkt.

Es war schön zu erleben, wie viel Wert auf eine liebevolle Unterstützung, eine stabile Beziehung und die Förderung der Eigenständigkeit gelegt wird. Ich habe mich während meines gesamten Praktikums von der Pflegefamilie und dem Team von LebensSpuren sehr herzlich aufgenommen gefühlt. Dadurch entstand eine offene Atmosphäre, in der ich jederzeit Fragen stellen konnte und viele wertvolle Einblicke in die Arbeit mit Pflegefamilien und Erziehungsstellen erhalten habe.

Allen zukünftigen Praktikant/innen kann ich empfehlen, offen und neugierig in das Praktikum zu gehen und viele Fragen zu stellen. Die Zeit bei LebensSpuren hat mir nicht nur fachlich viel mitgegeben, sondern auch persönlich gezeigt, wie wichtig Geduld, Vertrauen, Reflexion und eine wertschätzende Beziehung für die pädagogische Arbeit mit Kindern sind.


Liebe I.,

wir haben Dich als engagierte, reflektierte und bereichernde Unterstützung erlebt. Besonders freut es uns, dass Du sowohl die Begleitung durch unsere Fachkräfte in familienanalogen Angeboten als positiv und lernfördernd beschreibst als auch die Praxisanleitung durch den Träger LebensSpuren.

Solche Einblicke bestärken uns darin, diesen Weg weiterzugehen und Ausbildungen aktiv mitzugestalten.

Danke für Deinen Einsatz! ❤️


Mehr zum Thema Praktikum bei den LebensSpuren: Fachkräfte fallen nicht vom Himmel – sie wachsen mit uns!

Praktika und Fachkräfte

Fachkräfte fallen nicht vom Himmel – sie wachsen mit uns!

Warum die Arbeit mit Praktikantinnen und Praktikanten in familienanalogen Angeboten so wichtig ist.

Der Fachkräftemangel in der Kinder- und Jugendhilfe ist längst keine Prognose mehr – er ist bereits Realität! In vielen Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe fällt es zunehmend schwer, qualifizierte pädagogische Fachkräfte zu gewinnen und langfristig zu halten.

Aus Sicht der LebensSpuren beginnt Fachkräftesicherung jedoch viel früher: nämlich in der Arbeit mit Praktikantinnen und Praktikanten, in der Zusammenarbeit mit den berufsbildenden Schulen sowie den Fachschulen und Fachhochschulen.

Familienanaloge Angebote bieten hier einen besonders wertvollen Rahmen. Studierende und Auszubildende erleben hautnah, was es bedeutet, jungen Menschen in einem lebendigen Lebensumfeld verlässlich zur Seite zu stehen. Sie sehen, wie Haltung, Beziehungsgestaltung und pädagogische Professionalität miteinander verschmelzen – Erfahrungen, die im späteren Berufsleben prägend wirken.

Bei Vorstellungsgesprächen hören wir immer wieder, dass die familienanalogen Angebote in den Ausbildungs- und Studiengängen nur wenig Beachtung finden. Zudem mangelt es in diesen Angeboten an zusätzlichem Personal, das im kleinen familiären Rahmen die Bezugspersonen unterstützt, gezielte Einzelförderungen ermöglicht, Entlastung bietet und den Stellenschlüssel sichert.

Durch die Kooperation mit der Sophie-Scholl-Schule in Mainz konnten wir in dieser Fachschule im Rahmen einer Unterrichtseinheit bereits Interesse an den familienanalogen Angeboten wecken und im Anschluss einige Schülerinnen erfolgreich während ihres Praktikums begleiten.

Diese Chance entsteht nicht von selbst. Wer Praktikantinnen und Praktikanten gut begleiten will, braucht Zeit, Reflexionsräume und die Bereitschaft, Verantwortung und Wissen zu teilen. Für den Träger und die Einrichtungen bedeutet das auch, Energie in das Bewerbungsverfahren, die Ausbildung und die individuelle Anleitung zu investieren.

Doch genau hier liegt der Schlüssel: Wer heute Auszubildende nur als „zusätzliche Arbeit“ betrachtet, übersieht, dass hier die Fachkräfte von morgen heranwachsen. Praktikantinnen und Praktikanten erinnern sich an ihre Praxiserfahrungen. Sie entscheiden oft danach, bei wem sie sich später bewerben möchten, wem sie Vertrauen schenken und wo sie sich eine Zukunft vorstellen können. Arbeitgeber, die diese Verantwortung ernstnehmen, schaffen nicht nur Lernräume, sondern bauen zugleich persönliche Bindungen auf.

Wir als LebensSpuren-Team sind davon überzeugt:
Wer heute in Beziehungen investiert, wird morgen erkannt, erinnert und gewählt!

Lesen Sie auch den Erfahrungsbericht einer Praktikantin –
Mein Praktikum bei den LebensSpuren

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telefonisch unter 0611 16778989 zur Verfügung.